Sarinas Farmstay Abenteuer in Kanada
Wie alles begann
Im Herbst 2024 hatte ich kurzzeitig sehr viel Zeit und so bin ich beim Herumscrollen auf Instagram auf ein Profil gestossen, welches Einblicke, in ein kanadisches Farm leben gab. Sehr fasziniert von diesem Profil machte ich mich im Internet auf die Suche nach Agenturen, die ein solches Vorhaben unterstützen und welche Anforderungen gelten.
So stiess ich auf Study Work Travel. Nachdem ich mich auf Ihrer Seite informiert hatte, wollte ich ein solches Abenteuer starten. Dies kam für mein Umfeld sehr überraschend da ich immer sehr viel Heimweh hatte und zwei Woche Ferien als anstrengend empfand und jetzt plante für fünf Monate nach Kanada zugehen.
Antrag auf eine Auszeit
Weil ich nichts mehr aufschieben wollte, fragte ich meinen Arbeitgeber um eine Auszeit von 5 Monaten, von März bis August 2025. Als dieser mir das Okey gab, setzte ich mich gleich mit SWT in Verbindung und bewarb mich auf ihrer Webseite. Rasch setze sich Svenja mit mir in Verbindung und nun musste ich einige bürokratische Dinge erledigen. Da ich keine Ahnung hatte was es braucht, um einen Auslandssaufhalt zu machen, war ich sehr froh, dass Svenja sich um alles gekümmert hat. Wenn Fragen meinerseits auftauchten, erhielt ich innerhalb kürzester Zeit Antwort und es war auch nie ein Problem, dass mein Aufenthalt sehr spontan war.
Warten auf eine Zusage
Nun hiess es Warten, ob jemand auf meine Bewerbung anspricht. Und dann endlich bekam ich Bescheid, dass mich jemand genau für diese Zeit anstellen wollte. Ich war so glücklich. Als dann auch endlich das Arbeitsvisum bestätigt wurde, flog ich bereits 3 Tage später, am 29. März 2025, von Zürich nach Edmonton.
Die Reise nach Kanada
Nach einem eher turbulenten Flug, da ich beinahe den Anschlussflug in Amsterdam verpasste, landete ich dann endlich in Kanada. Leider ohne Gepäck. Zum Glück waren Conna und Danny am Flughafen, um mich abzuholen und so kümmerte sich Conna, meine Gastmutter, um den Papierkram. Dafür war ich ihr sehr dankbar, denn nach dem langen Flug war ich sehr erschöpft und überfordert.
Angekommen und herzlich aufgenommen
Wir gingen dann noch etwas essen und fuhren dann am selben Abend noch zur Farm welche zwei Stunden entfernt vom Flughafen war. “Zu Hause” warteten Connas und Dannys Familie auf uns, um mich zu begrüssen.
Auf der Farm
Am nächsten Tag startete die Arbeit. Ich war völlig überwältigt von den Dimensionen einer kanadischen Farm. Zu dieser Zeit waren sie gerade in der Kalbesaison. Die Farm hatte 500 Mutterkühe, so war dementsprechend viel los - an manchen Tagen kamen bis zu 15 Kälber auf die Welt. Meine Aufgabe war es, die Kälber, die zusammen mit Ihren Müttern in verschiedenen Gruppen aufgeteilt wurden, auf ihre Gesundheit zu kontrollieren.
Ein normaler Arbeitstag
Mein Tag startete um 8:00 Uhr - ich war meistens mit dem Quad unterwegs und kontrollierte die verschiedenen Herden. Nach circa 2 Stunden war meine Rundfahrt vorbei und ich schaute nach Luke oder Danny, um ihnen zu berichten, welche Tiere allenfalls eine Behandlung bräuchten. Wenn eine Behandlung anstand, durfte ich mit und helfen, so konnte ich immer etwas Neues dazu lernen – das, was sehr spannend.
Meine Aufgaben auf der Farm
Die Zeit verging wie im Flug, da immer etwas zu erledigen gab.
- Kälber kontrollieren und behandeln
- Kälbern Ohrmarken geben
- Tiere impfen
- Kühe, die gekalbt haben oder kurz davor waren, in die Nähe des Stalles bringen
- und vieles mehr
Meist gab es einen groben Plan für den Tag und dann passierte etwas Unvorhergesehenes, so dass der Tag dann doch anders verlief als gedacht.
Unterwegs mit dem Pick Up Truck
Die Farm, auf der ich war, baute auch verschiedene Getreidesorten an. Als es dann wärmer wurde und die Böden etwas trockneten, fingen sie an mit der Anpflanzung. Da die Wege dort viel weiter sind als bei uns, hatte ich die Aufgabe mit einem Pick Up Truck, benötigte Materialen wie Diesel, Essen, Werkzeug oder anderes, von der Farm aufs Feld zu transportieren.
Im Sommer
Als der Sommer einkehrte, wurden die Tiere auf weit von der Farm abgelegten Weiden gebracht. Die Betreuung war dann nicht mehr so intensiv uns so hatten wir mehr Zeit für andre Aufgaben wie Zäune reparieren oder alte entfernen, Heuen, helfen beim Maschinen Service oder auch bei der Kinderbetreuung.
Meine Zeit in Kanada
Die Zeit in Kanda verging so schnell - nicht nur wegen der vielen und tollen Arbeit, sondern vor allem wegen den vielen super Leuten, die ich dort kennenlernen durfte.
Bei der Familie Warrilow fühlte ich mich sehr gut aufgehoben, fast wie zu Hause. Sie nahmen mich auch sehr viel mit, so dass ich auch das Land kennenlernen konnte. Wir waren zusammen auf Chuck Wagon Rennen und Rodeos.
In der Hälfte meiner Zeit kam eine weitere Schweizerin auf die Farm - auch über Study Work Travel - mit ihr hatte ich eine super Zeit, wir waren meistens gemeinsam unterwegs und konnten auch in unserer Freizeit viele Sachen unternehmen.
Fazit
Ich würde alles genauso wieder machen und schaue gerne auf die tolle Zeit zurück.
Liebe Grüsse
Sarina