Im Interview: Sven über seinen Job als Landschaftsgärtner in Neuseeland
Sven arbeitet derzeit als Landschaftsgärtner in Neuseeland und sammelt dabei spannende Erfahrungen am anderen Ende der Welt. In diesem Interview erzählt er von seinem Arbeitsalltag zwischen beeindruckender Natur und neuen Herausforderungen und gibt persönliche Einblicke in das Leben und Arbeiten in Neuseeland.
Sven, stell dich kurz vor
Wer bist du?
Sven, 21 Jahre alt, aus der Schweiz
Welche Ausbildung oder beruflichen Erfahrungen hast du?
Ich habe die Ausbildung zum Landschaftsgärtner EFZ abgeschlossen.
Warum hast du dich für Neuseeland entschieden?
Ich habe mich für Neuseeland entschieden, weil es ein wunderschönes Land ist und ich es schon immer gerne bereisen wollte.
Wie hast du diese Stelle / dieses Unternehmen gefunden?
Ich habe das Unternehmen über Study Work Travel gefunden.
Arbeit als Landschaftsgärtner
Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?
Wir treffen uns morgens um 7 Uhr im Magazin und bereiten unsere Fahrzeuge für die jeweiligen Arbeiten vor.
Welche Aufgaben übernimmst du im Alltag?
Ich übernehme alle Aufgaben, für die ich qualifiziert bin. Da ich im Bereich Soft Landscaping tätig bin, pflanzen wir ziemlich oft Pflanzen und verteilen Holzschnitzel. Wir haben aber auch schon Hecken gerodet, wobei ich auch mit Maschinen arbeiten konnte.
An welchen Projekten arbeitest du aktuell?
Aktuell arbeite ich am Projekt “Nurse Maude”, einer Überbauung. Wir bepflanzen wir die Gärten und Rabatten (Beete), verlegen die Bewässerung und verteilen Holzschnitzel. Ein Team von dem Hard Landscaping arbeitet ebenfalls dort und erstellt Wege sowie Fundamente für Lampen etc.
Was sind die grössten Unterschiede zur Arbeit in deinem Heimatland?
Die grössten Unterschiede sind die Dimensionen der Baustellen, da ich in der Schweiz in einem kleineren Betrieb gearbeitet habe. Hier in Neuseeland schneidet man nicht so oft Hecken oder Bäume, dafür liegt der Fokus stärker auf die Bepflanzung.
Gibt es Pflanzen, Werkzeuge oder Techniken, die du neu kennengelernt hast?
Ich lerne hier neue Pflanzen kennen, aber es gibt auch viele, die mir bereits bekannt sind. Werkzeuge sind im Grossen und Ganzen dieselben wie in der Schweiz. Neu für mich war jedoch das Verlegen von Bewässerungssystemen.
Leben in Neuseeland
Wie gefällt dir das Leben in Neuseeland?
Mir gefällt das Leben in Neuseeland sehr gut, da die Menschen hier viel lockerer und entspannter sind als in der Schweiz. Man muss sich allerdings bewusst sein, dass man hier weniger verdient und deshalb wenig sparen kann.
Wie ist deine Unterkunft organisiert?
Eine Unterkunft wird zur Verfügung gestellt, aber man muss sich gemeinsam mit den anderen Praktikanten selbst organisieren und dafür sorgen, dass Ordnung herrscht.
Was machst du in deiner Freizeit?
In meiner Freizeit spiele ich Unihockey. Ich war auch Surfen, bis das wegen des Winters abgesagt wurde. Am Wochenende gibt es viele Möglichkeiten, die man unternehmen kann. Ich war bereits Offroaden, Wandern und bei Autorennen. Ausserdem hat die Stadt Christchurch einen schönen Park mit Botanischem Garten, den ich ebenfalls besucht habe.
Welche Orte oder Aktivitäten würdest du empfehlen?
Wenn man im Sommer hier ist, kann ich Surfen sehr empfehlen. Es gibt auch viele Vereine, denen man beitreten kann. Das ist eine gute Möglichkeit, ausserhalb der Arbeit mit Kiwis in Kontakt zu kommen.
Was hat dich in Neuseeland am meisten überrascht?
Mich hat die grosse Freundlichkeit der Menschen hier am meisten überrascht.
Tipps für zukünftige Praktikanten
Welche Fähigkeiten sind für diesen Job wichtig?
Wichtig ist vor allem, dass man Autofahren kann. Alles andere kann man hier im Notfall noch lernen oder verbessern.
Wie wichtig sind Englischkenntnisse?
Man sollte Englisch verstehen können aber Basic Englisch sollte reichen.
Was sollten zukünftige Praktikanten unbedingt mitbringen?
Wer gerne mit einem Doppelmeter arbeitet, sollte unbedingt einen mitnehmen, da hier in Neuseeland hauptsächlich Massbänder verwendet werden.
Würdest du im Nachhinein etwas anders machen?
Nein, ich bin zufrieden mit allem, was ich gemacht habe.
Warum würdest du dieses Praktikum weiterempfehlen?
Ich empfehle ein Praktikum im Ausland vor allem wegen der Lebenserfahrung und des Abenteuers. Nur für die Arbeit allein müsste man nicht so weit reisen.
Abschlussfrage
Beschreibe dein Praktikum in Neuseeland in drei Worten.
Spassig, Lebenserfahrung, Abenteuer.